22. Januar 2021. 14:44 Uhr. Maileingang. Der auf den 27. Februar verschobene Wintermarathon wird nun doch abgesagt. Also: muss abgesagt werden. Corona – Weißte Bescheid. :-/

Aber Bange machen gilt natürlich nicht. Befeuert von der (inoffiziellen) 10k-PB, gelaufen Mitte Januar, habe ich die Teamkollegen gefragt, ob sie trotzdem laufen wollten. Wollten sie – auf Tom und Sven ist eben Verlass! Zwei Abweichungen haben wir definiert: Gelaufen wird familienfreundlich erst am Sonntag, und wir erlauben uns, keine 10x 4,2 km zu laufen.

Also war es dann am 28. Februar um 9:00 Uhr soweit: Der Startschuss fällt. Zuvor wurde noch ein opulenter Verpflegungsstand aufgebaut, und dann ging’s erst mal zum Cossi. Am südwestlichen Ufer rannte uns Sandra entgegen, wie immer mit frischem Aussehen und einem Lächeln im Gesicht. Was wir da noch nicht ahnten: Es sollte ihr längster Lauf werden – zumindest der längste, den Strava registriert hat – KUDOS dafür! 🙂

Die ersten 15 km um den Cossi liefen super-entspannt. Pace passte und die erste Verpflegungspause konnte genossen werden. War etwas zu lang, aber manchmal hat man eben ein klein wenig mit den Klamotten zu hadern.

Etappe 2 war dann eine Runde zum Belantis. Fotos? Fehlanzeige. Auch da lief noch alles locker-flockig. Stimmung war hervorragend, das Wetter war kaiserlich. Verpflegung war dann schon wieder Routine. Diesmal ohne Klamotten-Haderei. Sven führte uns auf seine Hausrunde, wir „besuchten“ ein paar Fanclub-Kollegen, denen es aber zu kalt war, um in den Garten zu kommen, aber sei’s drum – gab genug bekannte Gesichter an der Strecke, sodass die 9 Kilometer wie im Flug vergingen. Verpflegen, eine Notration Honig-Gel in der Tasche verstaut und dann gings noch mal zum Cossi, um dort dann den Hammermann zu besuchen.

Aber: der erwies sich als recht zahm – den kenne ich durchaus bissiger. Aber trotzdem: Ich merkte es immer stärker in den Beinen, aber die Jungs machten einen herausragenden Job als Pacemaker, Unterhalter und Motivator – das lässt auf den Wintermarathon 2022 hoffen 😉

Erikenbrücke – Kilometer 40 auf meiner Uhr – bei Tom und Sven fehlte noch ein halber Kilometer. Aber das passte schon, denn die beiden hatten die Verpflegungspausen rausgestoppt, damit die Distanz auch wirklich passt, und ich hatte den Job, die Bruttozeit im Auge zu behalten. Aber es war klar: die angepeilte Sub 3:45 sollte es dann nicht mehr werden. Der Stimmung tat das keinen Abbruch, denn klar war: Wenn keiner stürzt, schaffe ich zumindest eine inoffizielle PB. Und so war es dann auch – Nach rund 41,5 km haben die beiden dann in den Magath-Modus geschaltet („Fun“ Fact: Während unseres Laufes hat Schalke 5 Entlassungen bekannt gegeben) und mich wenigstens noch auf 3:46:21 gepusht. GRANDIOS – TAUSEND DANK!

Strava (die angezeigten 42,6 km sind eigentlich „nur“ 42,2 km) vermeldet übrigens: Netto fiel sogar die Sub 3:40 – aber das ist wahrlich nur eine sehr angenehme statistische Randnotiz fürs Ego.

Epilog: Mit schweren Beinen im Garten angekommen; ein paar Kalorien nachgeschoben und dann erst mal auf die Bank gesetzt und das hoffentlich verdiente Zielbier genossen.

Bild: powerd by Sven

Epilog 2: Die Jungs waren dann noch der Meinung, meine PB zu feiern, dabei wären sie es, die man hochleben lassen müsste – aber dafür fehlte mir dann doch die Kraft. 😎

Fazit: Tolles Wetter – Tolle Crew – Toller Lauf. Wiederholung nicht ausgeschlossen!